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Von Hähnen, die sich überschätzen und Hunden, die sich nicht bremsen können

Gespeichert von Nadine am Mi, 04/08/2026 - 19:38

Passend zu meinem neuen Instagram Profil #flywithanimals, auf dem sich alles um die Tierkommunikation dreht tauchen viele gefiederte Kandidaten auf und möchten gerne bei uns einziehen.

Problem ist nur, dass unsere Hunde ihren Garten so sehr feiern, dass sie ihn vehement verteidigen und nicht bereit sind, ihn zu teilen.

Es müssen also Kompromisse her – mit einem Entenpaar habe ich nach einigem Hin und Her eine gute Lösung ausgehandelt (mehr in meinen Beiträgen bei Instagram dazu).

Nun gibt es noch den Nachbarhahn, der im Herbst schon einmal angeklopft hat und dann auch seine Damen schon hinterhergeholt hatte. Dieses Frühjahr habe ich ihn sehr vehement vertrieben und ihm sehr deutlich erklärt, dass es hier sehr gefährlich für ihn werden kann. Na ja, wie soll ich es sagen… Er hat meine Aussage halt hingenommen :-) An Spitzentagen habe ich ihn 4x am Tag vertrieben und ihm erklärt, was passieren kann.

Und letztens war es dann soweit… Ich habe die Terassentür morgens aufgemacht und nicht gesehen, dass der wagemutige Hahn sich unter unserer Hecke versteckt hat. Und leider hat Papper ihn vor mir entdeckt… 
Und ja, da hilft auch keine Tierkommunikation mehr!

Denn wenn es um Instinkte geht gibt es einfach nicht viel zu reden. Klar versucht Pepper sich am Riemen zu reißen, aber wenn der Jagdinstinkt gekitzelt wird ist es damit vorbei. 

Daher am Rande: eine Tierkommunikation ist wunderbar und tief, aber es ist nicht möglich, einem Hund zu sagen, dass er das Jagen sein lassen soll. Ebenso wird eine Katze nach einer Tierkommunikation weiter Mäuse jagen, auch wenn du das nicht so toll findest. Und es wird schwierig bis unmöglich, das Fluchttier Pferd nur über eine Tierkommunikation zu bitten, in einen Anhänger zu steigen. Du hast aber die Möglichkeit zu fragen, was dein Pferd von dir braucht. Oder zu erfragen, ob das Trainig hilfreich ist oder andere Wege beschritten werden sollen.

Okay, aber nun zurück zu Pepper und dem Hahn. Der arme Kerl hat ganz schön Federn gelassen, aber zum Glück hat sie ihn nicht wirklich erwischt. Aber in seinem hilflosen Geflatter ist er leider auch einmal in unserem kleinen Teich gelandet, bevor er sich aufs Paddock zu den Schafen geflüchtet hat.

Wir haben den ganzen Tag nach ihm Ausschau gehalten und haben uns schon Sorgen gemacht. Die Botschaft war jedoch immer, dass er sich verkrochen hat, weil er den Schreck erst einmal verdauen muss und dass er sich auch ein bisschen vor seinen Damen schämt, dass er so unrühmlich von unserem Grundstück verjagt wurde.

Am späten Nachmittag ist er dann wieder aufgetaucht – Kopf hoch, Brust raus und stolz zwischen seinen Damen marschiert, als wäre nichts gewesen :-)

Es sei ihm gegönnt :-) Wir haben ihn seitdem zumindest nicht mehr gesehen :-)